Entscheidungslüge

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Eine Entscheidungslüge gehört zu den Kategorien der Selbstlüge. Sie definiert sich wie folgt: Wenn eine Situation im Geiste viel schlechter geredet wird, als sie in der Realität ist, um eine getroffene Entscheidung oder eine zutreffende Entscheidung zur persönlichen Entlastung des Stresses schön zureden.

Inhaltsverzeichnis

Vorteile

Die getroffenen Entscheidungen fühlen sich besser an und entlasten Körper und Geist, denn man muss sich nach der Entscheidungslüge, die vor allem im kollektiv gemeinschaftlich entwickelt wird, nicht mehr um die Richtigkeit oder Falschheit einer Entscheidung Gedanken machen. Der Schwebezustand, in dem man nicht weiß was richtig oder falsch ist, weil man es nicht wissen kann bevor man es durchlebt, lässt den CPU des Menschen heiß glühen bis er sich argumentativ in eine Entscheidung gefestigt hat.

Nachteile

Entscheidungslügen passieren vor allem dann, wenn man sich für den Moment das bequemste der offenen Entscheidungen aussucht. Oftmals kann man aber gerade auch vor unangenehmen Entscheidungsmöglichkeiten den Ausgang nicht vorhersehen, was die Entscheidungslüge zu einer bequemen meist gemeinschaftlichen Notlüge werden lässt.

Beispiel

Ein Kinoabend steht bei Familie X an. Sie sitzen im Auto und sehen die Schlange die nach draußen bis auf die Straße führt. Die Leute stehen im Regen. Die Familie betrachtet die Schlange, das Wetter und entscheidet sich heimzukehren. Was sie nicht wussten, dass ihr Lieblingsschauspieler die Premiere des Filmes einleitete. Durch die bequeme Entscheidunglüge, dass die Menschen ja alle im Regen stehen mussten und die Familie schön im Trockenen bleibt, wurde zum bequemen Verhängnis. Oftmals ist der Ausgang gewisser Entscheidungen sehr ungewiss, d.h. es entwickelt sich ganz anders als vorausgedacht. Insofern kann eine Entscheidungslüge zwar die Geister entlasten aber auch wunderbare Momente verhindern.